“Der Klügere gibt nach” – ist nicht immer clever!

Ei zerbrochen“Der Klügere gibt nach” … Als Kind fand ich das super, war ich doch der deutlich jüngere Bruder und bekam auf diese Weise gelegent­lich meinen Willen durch­ge­setzt.
Heute betrachte ich diese “Weisheit” mit anderen Augen.
Eigent­lich muss einem ein Thema unwichtig oder fast egal sein, wenn man die eigene Idee, das eigene Ziel einfach so opfert. Ist es wirklich klüger, etwas einfach so zu übernehmen, was man im Grunde als unklug betrachtet?
Wenn uns etwas wichtig ist, uns begeis­tert und antreibt, wenn wir uns für etwas einsetzen, wenn wir der Auffas­sung sind, dass wir richtig liegen und der andere Weg falsch ist, dann setzen wir gerne unsere Energie dafür ein. Manchmal können wir andere von unserem Weg überzeugen, manchmal ergeben sich in der Diskus­sion völlig neue Lösungs­an­sätze und manchmal lassen wir uns von einem anderen Weg überzeugen.
Wer jedoch vor der Ausein­an­der­set­zung unter der Vorgabe Klugheit zum Nachgeben und Aufgeben gezwungen wird, wird so in eine ungewollte Opfer-Rolle gedrängt. Dabei verpufft die Energie nicht einfach, sie findet neue Schlupf­lö­cher und ihr Einsatz ist oft wenig zweck­dien­lich. Einige äußern ihre Energie und “leben ihren Frust”. Sie erzeugen damit oft ein ungesundes Betriebs­klima durch offenen Pessi­mismus oder aktives kontra­pro­duk­tives Verhalten. Andere verfallen in Demoti­va­tion, verwenden ihre Energie um ihre “Wunden zu lecken”, verlieren dadurch ihre Kreati­vität und Effek­ti­vität. Nichts davon ist gut.

“Konflikt ist die Kluft zwischen dem was ich erwarte
und dem was ich erlebe.”

So betrachtet wird deutlich, wie wichtig es ist Konflikte so auszu­tragen und die Energie in Ausein­an­der­set­zungen, im Konflikt positiv zu nutzen. Gekonnt streiten heißt die Energie aller Betei­ligten auf die beste Lösung zu fokus­sieren und keine Opfer zu erzeugen!

Sie wollen mehr wissen? Sie möchten wissen, warum es fatal und kontra­pro­duktiv ist, wenn ich mich in Konflikten freiwillig oder gezwun­ge­ner­maßen in die Opfer Position begebe? Und warum mit Compas­sion “gekonnt gestritten” werden kann? – Starten Sie mit mir in das 4‑teilige Webinar:  Schlüs­sel­kom­pe­tenz Compas­sion – 3 Hebel für »Gekonnt Streiten«  

Agile Kommu­ni­ka­tion ist wie Scrum … mit Sekunden-Sprints

agile Kommunikation

Die Welt wird “agiler” – oder sagen wir mal vorsichtig … sie möchte agiler werden. Das ist schon Heraus­for­de­rung genug. Aber warum denn auch gleich noch agile Kommu­ni­ka­tion?

Ich habe mich an die erstaunten Augen mancher Kunden gewöhnt, wenn ich erläu­tere, dass Agilität vor allem eine Sache der Haltung ist. Agilität ist nichts, was ich einfach “abarbeiten” kann, Agilität muss ich leben.

 

Agiles Mindset heißt näher am Kunden
- Agile Kommu­ni­ka­tion heißt näher am Kommu­ni­ka­ti­ons­partner

Die Grund­idee agilen Arbei­tens haben die Begründer des Konzepts sehr klar in ihrem “Agilen Manifest” definiert. Wenn es auch in seinen Ursprüngen aus der Software­ent­wick­lung stammt, so ist es ebenso Basis für Arbeit in anderen Feldern der Entwick­lung und der Dienst­leis­tung.
Mindesten 2 der 4 Leitsätze des agilen Manifests stellen die Zusam­men­ar­beit und den Menschen in den Mittel­punkt – und damit die Kommu­ni­ka­tion.

  • Indivi­duen und Inter­ak­tionen – stehen über Prozessen und Werkzeugen
  • Funktio­nie­rende Software [/ Funktio­nie­rende Produkte / zufrie­den­stel­lende Dienst­leis­tung] – steht über einer umfas­senden Dokumen­ta­tion
  • Zusam­men­ar­beit mit dem Kundensteht über der Vertrags­ver­hand­lung
  • Reagieren auf Verän­de­rung – steht über dem Befolgen eines Plans

Eine Priori­sie­rung, die für viele etablierte und gewohnte Prozesse ein Umdenken erfor­dern – eben eine andere Haltung.
Es ist diese Verbin­dung von Haltung (Mindset) und den passenden agilen Methoden,  durch die das agile Konzept seinen Nutzen entfaltet.

Wichtige Säulen der Agilität sind Kunden­nähe und Team. Alle Betei­ligten sind im ständigen Austausch mitein­ander – das heißt Kommu­ni­ka­tion ist omniprä­sent: kommu­ni­zieren, wenn es etwas zu spezi­fi­zieren gibt; kommu­ni­zieren, wenn es Fragen gibt; kommu­ni­zieren, wenn es Probleme gibt; kommu­ni­zieren, wenn man Unter­stüt­zung braucht; …

Der Sekunden-Sprint der agilen Kommu­ni­ka­tion

Agile Kommu­ni­ka­tion hat Ähnlich­keit mit agilen Methoden wie z.B. Scrum. Wie bei Scrum funktio­niert agile Kommu­ni­ka­tion in Inkre­menten:

WAS (welche Botschaften) will ich übermit­teln [Scrum: Produkt Backlog]

WIE erreiche ich meine Gesprächs­partner (WEN), damit sie mir offen zuhören [Scrum: Sprint Planning und ‑Backlog]

KOMMUNIZIEREN  [Scrum: Sprint Backlog, Inkre­ment erstellen]

CHECK, ist meine Botschaft angekommen? Erkennt­nisse aus der Reaktion auf meine Kommu­ni­ka­tion? [Scrum: Daily Scrum, Sprint Review]

SELBSTREFLEKTION, Was kann ich persön­lich an meiner Kommu­ni­ka­tion verbes­sern? [Scrum: Sprint Retro­spek­tive]

WEITER,  wenn die die Kommu­ni­ka­tion erfolg­reich war: Super, nächster Schritt! [Scrum: nächster Eintrag aus dem Produkt Backlog]
- wenn die Kommu­ni­ka­tion nicht erfolg­reich war: kein Problem, mit den Erkennt­nissen aus “CHECK” nochmal in das “WIE” [Scrum: mit gleichem Produkt Backlog und neuen Wissen nochmal in den Sprint]

Der Unter­schied zu Scrum liegt im Tempo. Ein Sprint mit Scrum dauert bis zu 30 Tage – ein agiler Kommu­ni­ka­tions-Sprint selten mehr als ein paar Sekunden.

Agile Kommu­ni­ka­tion heißt: die Kommu­ni­ka­tion von Sekunde-zu-Sekunde zu gestalten, um mit dem Kommu­ni­ka­ti­ons­partner ein positives und effek­tives Umfeld zu schaffen. Das benötigt Achtsam­keit: ist meine Botschaft angekommen? Erlebe ich positives oder negatives Konflikt­ver­halten? Ist mein Kommu­ni­ka­ti­on­partner in einer OK-OK Haltung? Bin ich in einer OK-OK Haltung? Sehe ich Antreiber oder Distress­ver­halten? Wie kann ich den Kommu­ni­ka­ti­on­pro­zess gestalten?
Und das alles in wenigen Sekunden? Klingt fordernd? – Kann man trainieren! Wer weiß welche Signale in der Kommu­ni­ka­tion relevant sind, kann die eigene Kommu­ni­ka­tion in agilen Schritten optimieren und ist situativ effizient.

#Process­Com­mu­ni­ca­ti­on­Model®  #Leadin­gOu­tOf­Drama®

Process Communication Model LogoSignale erkennen, verstehen nutzen -
Persön­lich­keiten errei­chen

Leading Out of Drama LogoAus der Vielstim­mig­keit zum nächsten Schritt -
über positive Konflikte zu Innova­tionen

Drama Queen Quiz

Approaching Drama Smiley

Sind Sie konflikt­re­si­lient oder eher eine Drama Queen?

Stellen Sie sich vor
„es ist Konflikt“ und keiner verliert!

Welche Rolle spielen Sie in Konflikten?
Sind Sie resilient? oder doch mehr Drama Queen?

Machen Sie unser kleines Quiz und finden Sie es heraus.

Neugierig?
… dann klicken Sie “Weiter”

Verlierer sind schwie­rige Unter­tanen – der Katalo­nien Konflikt

Katalonien Konflikt Verlierer

Sind Sie ein guter Verlierer?

Ich finde – Verlierer sein macht nur selten Spaß. Für mich ist es leichter, wenn es um nichts geht, wenn es “nur” ein Spiel ist, bei dem der Spaß am Mitein­ander das Ziel ist. Nicht umsonst habe ich jahre­lang mit “Mensch ärgere Dich nicht” und “Monopoly” trainiert. Auch im fairen Wettbe­werb, beim Sport, oder beim Mitbe­werb um einen Kunden, kann ich dem Verlieren meistens gut umgehen. Oft ist es dann sogar Motiva­tion und Ansporn – denn beim nächsten Mal klappts bestimmt …
Hand aufs Herz: Wie steht es mit Ihnen?

Verlierer sein ist OK … wenn es nicht so wichtig ist

Schwer wird das Verlieren für mich, wenn meine Werte und Überzeu­gungen und die damit verbun­denen Ziele in Mitlei­den­schaft gezogen werden. Dann gilt für mich – wie für jeden anderen auch: “Ein Konflikt ist die Diffe­renz zwischen dem was ich erwarte und dem was ich bekomme”. (Wer mit Geschwis­tern aufge­wachsen ist, kennt vermut­lich auch den Spruch: “Der Klügere gibt nach”. Und als der Klügere fragt man sich “… was ist klug daran eine ‘falsche’ Sache zu akzep­tieren, nur um ‘des lieben Frieden’ willens?”)

Wo Menschen sich für eine Sache einsetzen, wo Dinge und Situa­tionen einen Wert für sie haben, da ist die Rolle des Verlie­rers – des Opfers – schwer zu tragen. Einige tragen sie mit Resigna­tion und Jammern, andere mit Frustra­tion, Ärger und (verbalem) Angriff und eine weitere Gruppe mit einer “Jetzt erst recht! Denen werd ich es zeigen” Menta­lität, denn Schuld ist ja die Gegen­seite.

Diese Erkenntnis vor Augen, stellt sich die Frage:

Was passiert gerade in Katalo­nien?

Ein nicht unerheb­li­cher Teil der katala­ni­schen Bevöl­ke­rung sieht Katalo­nien als eigene Nation, mit eigener Kultur, eigener Sprache und leistungs­fä­higer Wirtschaft. Dazu kommt noch das Gefühl, durch den Rest des spani­schen König­reichs nicht ausrei­chend geschätzt und für ihre wirtschaft­liche und steuer­liche Leistung anerkannt zu sein. …Die besten Voraus­set­zungen für einen handfesten Konflikt!

Gibt es in diesem Prozess Gewinner und Verlierer
… oder vielleicht sogar nur Verlierer?
Kann es eine Win-Win Lösung geben?

Die spani­sche Regie­rung in Madrid hat sich für den Weg des Macht­worts entschieden. Sie hat ihn mit dem Versuch der Unter­bin­dung des Unabhän­gig­keits­re­fe­ren­dums begonnen und mit der Auflö­sung des Regio­nal­par­la­ments und Haftbe­fehlen manifes­tiert.

Macht­worte sind keine Konflikt­lö­sung

Aus Sicht der spani­schen Verfas­sung ist dies zulässig und juris­tisch Korrekt – aus der Sicht einer Konflikt­lö­sung der Schritt in die falsche Richtung.
Ein Referendum dieser Art und in dieser Weise mag nach der spani­schen Verfas­sung nicht zulässig sein. Dennoch ist zu überlegen, welchen Schaden und welchen Nutzen dieses Stimmungs­bild hätte anrichten können. In erster Linie hätte es gezeigt, wie es tatsäch­lich um den katala­ni­schen Unabhän­gig­keits­willen steht. Das Meinungs­bild nicht zu kennen bedeutet nun mal nicht, dass es nicht existiert. Im Gegen­teil, der gewalt­same Versuch das Referendum zu unter­binden, hat die Front der Befür­worter eher gestärkt, ohne zu wissen wie es wirklich in Katalo­nien steht. Und Menschen die vor der Staats­ge­walt zurück­schre­cken, sind deshalb nicht jubelnde Anhän­gern des Parla­ments und des Königs in Madrid.
Warum sich die Konflikt­par­teien danach nicht auf eine Konflikt­lö­sung zubewegen konnten mag ich nicht zu durch­schauen. Fakt ist, dass das Regio­nal­par­la­ment in Barce­lona keine andere Wahl sah, als die Unabhän­gikeit auszu­rufen und damit ein 2tes Macht­wort provo­ziert hat.

“Macht­worte sind keine Konflikt­lö­sung!” Sie schaffen mindes­tens auf einer Seite Verlierer. Und Verlierer sind demoti­viert, frustriert, ärger­lich, angriffs­lustig und im schlimmsten Fall rachsüchtig. Alles keine Eigen­schaften, die die Wahrschein­lich­keit für ein freun­schaft­li­ches und zugewandtes Mitein­ander erhöhen. Der Gewinner steht vielleicht juris­tisch fest, aus der Konflikt­per­spek­tive gibt es wohl eher einen 2ten Verlierer.

Verlierer sind schwie­rige Unter­tanen

Ich bin sicher, dass mit dem derzeit in Madrid einge­schla­genen Weg eine nachhal­tige Bewäl­ti­gung der Katalo­nien-Krise nicht möglich ist.
In einem Unter­nehmen trennt man sich von proble­ma­ti­schen Mitar­bei­tern, oder diese kündigen selbst, wenn die Situa­tion unbefrie­di­gend ist. Für einen Staat im Konflikt mit seinen Regio­nal­staaten und dessen Bevöl­ke­rung funktio­niert das nicht.
Ein Weg zurück auf die Win-Win Ebene ist nur in einem offenen, lösungs­ori­en­tierten und verläss­li­chen Aufein­an­der­zu­gehen möglich ‑auf Augen­höhe, der Bereit­schaft zum Perspek­tiv­wechsel und dem Willen zu einer gemein­samen Lösung. 


Copyright – Frank Schöfisch, key!4c

Lernen Sie mehr über Compas­sio­nate Accoun­ta­bi­lity™ und Leading Out of Drama®

Compas­sio­nate Accoun­ta­bi­lity™

Kultur der Compas­sio­nate Accoun­ta­bi­lity™

Compas­sio­nate Accoun­ta­bi­lity™ gibt unserem Blick auf Leadership, Kommu­ni­ka­tion und Konflikt einen neuen Impuls und schafft damit unserer Sicht­weise auf Leben und Zusam­men­ar­beit eine neue Perspek­tive. Aktivieren und nutzen Sie Ihre positiven Fähig­keiten und die Ihrer Mitmen­schen für eine erfolg­reiche und nachhal­tige Verän­de­rung.

LODLeading Out of Drama® (LOD) ist das System um Compas­sio­nate Accoun­ta­bi­lity zu schaffen. In Konflikten steckt Energie und LOD gibt Ihnen die Fertig­keiten und Techniken um diese Energie in sinnvolle Unter­stüt­zung zu verwan­deln – jeden Tag, in jedem Austausch und Zusam­men­wirken, für bedeu­tende persön­liche und beruf­liche Weiter­ent­wick­lung. Keine Angst vor Konflikten – nutzen Sie sie!

Zentrale Kompo­nenten

  • Persön­li­ches und aussa­ge­fä­higes Assess­ment
  • Skalier­bares Trainings­system und Rahmen­be­din­gungen
  • Effek­tive Coaching Werkzeuge und Strate­gien
  • Train-the-trainer Zerti­fi­zie­rungen
  • Support Netzwerk
 

Erleben Sie …

  • Unpro­duk­tive Meetings?
  • Tratsch und Gerüchte?
  • Angespannte Bezie­hungen?
  • Mangel an Verläss­lich­keit?
  • Schwie­rige Gespräche über Leistung und Motiva­tion?
  • Passiv-aggres­sives Verhalten?
  • Fehlzeiten und geringes Engage­ment?
  • Wider­stand gegen Verän­de­rungen?

Compas­sion Cycle

Entde­cken Sie eine elegantes und mächtiges Funda­ment, um Ihren Zugang zu Leadership, Kommu­ni­ka­tion und Konflikt neu zu leben.

Open … Offen­heit

Wandelt negatives oder vergif­tetes (Betriebs-)Klima in ein Klima der Sicher­heit

Resourceful … Neugierde, Lösungs­ori­en­tie­rung

Wandelt Klimata des Still­stands und Belang­lo­sig­keit in Klimata der Innova­tion

Persis­tent … Strin­genz, Verläss­lich­keit

Wandelt Klimata/(Unternehmens-)Kulturen mit mangelnder Konse­quenz in Kulturen von Verläss­lich­keit und des Tuns

Warum Compas­sio­nate Accoun­ta­bi­lity™?

Compas­sio­nate Accoun­ta­bi­lity unter­stützt Sie mitein­ander für etwas zu kämpfen – anstatt gegen­ein­ander. Wir unter­stützen Führungs­per­sön­lich­keiten die für Ihre Kompe­tenzen und Lesitungen gesehen werden wollen:

Wollen Sie:

  • Selbst­wahr­neh­mung, Selbst­be­wusst­sein und persön­li­ches Verant­wor­tungs­be­wusst­sein steigern, um Drama (negatives Konflikt­ver­halten) zu stoppen?
  • den Raum/das Klima für einen positiven Zugang zu Konflikten bieten, um Innova­tion und Mitver­ant­wor­tung zu “pushen”?
  • Verant­wor­tungs­be­wusst­sein bei sich und anderen fördern und würdigen?
  • Ihren positiven Einfluss, Vertrau­ens­wür­dig­keit und Authen­ti­zität steigern?
  • schwie­rige Gespräche in Gelegen­heiten des Lernens und der Selbst­re­flek­tion verwan­deln?
  • sich von belas­tenden Gruppen­dy­na­miken befreien?
  • die einzelne und funkti­ons­über­grei­fende Teamper­for­mance verbes­sern?
  • Teamgeist und Produk­ti­vität verbes­sern?
  • ein besser Moderator, Trainer, Coach oder Mentor werden?

LOD ist ein umfang­rei­ches und skalier­bares Trainings­system, das die Inhalte und Fertig­keiten der Compas­sio­nate Accoun­ta­bi­lity für die Errei­chung der großen Bandbreite persön­li­cher, beruf­li­cher, führungs­re­le­vanter, unter­neh­me­ri­scher, organi­sa­to­ri­scher und unter­neh­mens­kul­tu­reller Ziele und Themen nutzbar macht.

Wie fang ich an?

Das LOD System setzt auf anerkannten und bewährten Verfahren auf, auf viele Jahre inten­siver Ergeb­nis­ana­lysen und Erfah­rungen aus unter­schied­lichsten organi­sa­to­ri­schen, kultu­rellen und Team-Struk­turen.

Der Einzelne der sein Selbst­be­wusst­sein, seine Selbst­re­flek­tion und seine Kommu­ni­ka­ti­ons­fer­tig­keiten in Konflikten erwei­tern möchte, kann Compas­sio­nate Accoun­ta­bi­lity mit seinem Tempo und dem Selbst­lern­ma­te­ria­lien selbst erkunden und integrieren.

Leader die ihre Kommu­ni­ka­tions- und Konflikt­ver­hand­lungs­kom­pe­tenzen verbes­sern möchten, können auf ein weltweites Netzwerk LOD-zerti­fi­zierter Profes­sio­nals zurück­greifen, die Compas­sio­nate Accoun­ta­bi­lity fördern, trainieren und coachen.

Organi­sa­tionen die eine Kultur der Compas­sio­nate Accoun­ta­bi­lity schaffen wollen, können das umfas­sende, skalier­bare und nachhal­tiges Model für positiven Konflikt nutzen.

Trainer, Coaches und Modera­toren die ihr Werkzeug-Portfolio erwei­tern möchten, steht eine Bandbreite von Trainings­plänen und Zertfi­zie­rungs­op­tionen zur Verfü­gung, verbunden mit einem globalen Netzwerk von Kollegen und Unter­stüt­zung.

Inter­esse? – Mailen Sie uns!

Zum Schutz Ihrer Daten (DSGVO)

Offene Seminare – Compas­sio­nate Accoun­ta­bi­lity mit LOD

  • 16. November 2020 17. November 2020

    Leading Out of Drama® – Facili­tator Zerti­fi­zie­rung

    Werden Sie zerti­fi­zierter LOD® Facili­tator. Die Zerti­fi­zie­rung quali­fi­ziert Sie zur Durch­füh­rung von Seminaren und Trainings mit den LOD® Modulen ‘Conflict and You’, ‘Basic DRA’ und den ‘Leader’s Appli­ca­tion Packs’

    Mehr dazu …


Brückenbau: Fünf Strate­gien um die Kommu­ni­ka­ti­ons­kluft zwischen den Genera­tionen zu schließen

Gastblog von unserem Partner Nate Regier

 

Brückenbau:
Fünf Strate­gien um die Kommu­ni­ka­ti­ons­kluft zwischen den Genera­tionen zu schließen

Nach Aussage des Amts für Arbeits­markt­sta­tistik werden 2020 fünf Genera­tionen parallel im Arbeits­markt aktiv sein. Wenn die Alters­struktur in Unter­nehmen diver­si­fi­zierter wird, müssen Firmen mögliche belas­tende Auswir­kungen auf Kommu­ni­ka­tion und Weiter­ent­wick­lung verstehen und wissen, wie sie diese überwinden können.

Histo­risch betrachtet konnten Arbeit­nehmer [in den USA] mit 65 die vollen Renten­an­sprüche wahrnehmen. Diese Alters­grenze wurde jetzt auf 67 angehoben, was viele Arbeit­nehmer zwingt, länger als geplant zu arbeiten. Seit die Lebens­er­war­tung konti­nu­ier­lich steigt, arbeiten mehr Menschen als zuvor mit irgend­einer Art von Aufgabe auch im Ruhestand weiter.

Eine Umfrage zu Karrie­re­ent­wick­lung 2015 ergab, dass 54 % der älteren Arbeits­kräfte nach Eintritt in den Ruhestand wieder in die Arbeits­welt zurück­kehren.

Wenn so viele Menschen unter­schied­li­chen Alters zusam­men­ar­beiten, ist es natür­lich, dass es etwas holpert. Fehlender Respekt zwischen Genera­tionen kann oft auffla­ckern, wenn man sich mehr auf die Unter­schiede als auch die Stärken und Fähig­keiten konzen­triert, die jede Genera­tion einbringt.

Gegen­wärtig umfasst die Arbei­ter­schaft drei Genera­tionen: Baby Boomers, Genera­tion X und die Mille­nials. Jede dieser Genera­tionen ist in einer etwas anderen Kultur groß geworden , mit entschei­denden Ereig­nissen, die für sie prägend waren. Hier ist eine kurze Beschrei­bung für jede dieser Genera­tionen.

  • Baby Boomer: Sie schätzen Fairness und Indivi­du­al­rechte, persön­liche Entwick­lung und Meinungs­frei­heit. Sie sind eigen­mo­ti­vert, wenn sie von Dingen Besitz ergreifen können, Anerken­nung erfahren und das Gefühl haben, gebraucht zu werden. Sie empfinden, dass sie durch ihre Eltern aus der Veteranen Genera­tion beurteilt oder zurück­ge­setzt wurden und sind von daher empfind­lich gegen­über Feedback und fühlen sich mit Konflikten unwohl.

  • Genera­tion X: Sie bevor­zugt Diver­sity, Spaß, Selbst­ver­trauen und unkon­ven­tio­nelle Heran­ge­hens­weisen. Sie ist bereit dazu, hart zu arbeiten, aber nicht, übervor­teilt zu werden. Die Genera­tion X ist die erste Genera­tion, die gleich­maßen eigen- und fremd­mo­ti­vert ist. Sie orien­tiert sich an ihren Werten und Wünschen und beherrscht es in gleichem Maße, auf verän­derte Umwelt­be­din­gungen zu reagieren. Sie ist gleicher­maßen verant­wor­tungs­be­wusst und reakti­ons­stark.

  • Millen­nials: Sie sind hartnä­ckig, heroisch, clever und technisch versiert. Sie besitzen Selbst­wirk­sam­keit und glauben an ihre Fähig­keiten, alles zu bewäl­tigen, was ihnen in den Weg kommt. Dies könnte der Grund dafür sein, dass 72 % der Mille­nials den Eindruck haben, dass ihr gegen­wär­tiger Arbeit­geber ihre Fähgik­eiten nicht voll nutzt. Grund­sätz­lich werden Mille­nials durch Heraus­for­de­rungen, durch Tun, durch bedin­gungs­lose Akzep­tanz und durch Verän­de­rung motiviert.

Unter­schied­liche Motiva­ti­ons­fak­toren, Fähig­keiten und Ziele kann es für ein Team schwer machen, optimal zusam­men­zu­ar­beiten.

Ohne offene Kommu­ni­ka­tion in der genera­ti­ons­über­grei­fende Arbeit­neh­mer­schaft kann es noch schlimmer kommen. Drama kann sich ausbreiten und ganze Büros übernehmen.

So kann zum Beispiel ein Baby Boomer erleben, wie ein smarter Mille­nial schnell die Karrie­re­leiter hochsteigt und argumen­tieren, dass dies nicht fair ist, zumal der Mille­nial viel weniger Erfah­rung hat als er selbst. Dies kann schnell weitere negative Vermu­tungen auslösen, dass das Manage­ment ihn übersieht, dass er in der Firma nicht erwünscht ist, oder dass er nicht respek­tiert wird und ersetzt wird. Um das Drama am Arbeits­platz zu besänf­tigen, hier fünf Strate­gien, die die Kommu­ni­ka­tion zwischen allen Genera­tionen in der Arbeit­neh­mer­schaft verbes­sern:

  1. Motiva­ti­ons­fak­toren und Einflüsse jeder Genera­tion verstehen: Einige Beschäf­tigte können vielleicht gemein­same Merkmale und Tendenzen zwischen den Genera­tionen erkennen, aber wenige werden verstehen, wie diese Muster entstehen. So ist die Genera­tion X beispiels­weise die erste Genera­tion, deren Eltern ihnen alles geben konnte, was sie wollte, ohne dass die Kinder dafür arbeiten mussten. Aus diesem Grund legt diese Genera­tion grund­sät­zich viel Gewicht auf Spaß. Diese Genera­tion erlebte aller­dings auch explo­die­rende Schei­dungs­raten bei ihren Eltern, so dass oft Angst vor Verlas­sen­werden und Unsicher­heit da ist.
  2. Allge­meine Kommu­ni­ka­ti­ons­prä­fe­renzen erkennen: Sich über Forschungsergebnis­se über Kommu­ni­ka­ti­ons­prä­fe­renzen, Motiva­ti­ons­fak­toren und Einflüsse der Generatio­nen auszu­tau­schen ist ein wichtiger Schritt in Richtung eines besseren Mitein­an­ders der Beschäf­tigten. Dieser Infor­ma­ti­ons­aus­tausch kann auch den Dialog in Teams, unter Managern und Mitar­bei­tern öffnen, sich über ihre persön­li­chen Kommunikationspräfe­renzen auszu­tau­schen und zu disku­tieren, wo der Schnitt­punkt mit Generationsstereoty­pen ist.
  3. Unter­schiede im Team akzep­tieren: Über Genera­ti­ons­un­ter­schiede hinweg auf persön­liche Kommu­ni­ka­ti­ons­prä­fe­renzen zu schauen und über diese zu sprechen, kann zu einer gemein­samen Basis führen. Meist gibt es aber doch Unter­schiede im Arbeits- und Kommu­ni­ka­ti­ons­ver­halten. Mitar­beiter müssen die Bedeu­tung von Teams mit unter­schied­li­chen Stärken, Schwä­chen und Präfe­renzen hervor­heben.
  4. Lebens­langes Lernen im Fokus haben: Erfolg­reiche Arbeit­nehmer und Unter­nehmen legen gleicher­maßen Wert auf lebens­langes Lernen und Entwick­lung. Fünf Generatio­nen, die 2020 zusam­men­ar­beiten, schaffen riesige Möglich­keiten für kolle­giales Lernen. Techni­kaf­fine Mille­nials können genutzt werden, um älteren Beschäf­tigten entsprechen­de Fähig­keiten und neue Platt­formen beizu­bringen, während die Boomer histo­ri­sches Wissen über die Firma und die Indus­trie haben, die die Mille­nials sonst nur in Büchern nachlesen könnten.
  5. Mentor­be­zie­hungen entwi­ckeln: ein Kultur zu entwi­ckeln, die in lebens­langem Lernen wurzelt, kann durch Mentor­be­zie­hungen erreicht werden. Solche Bezie­hungen sind in beide Richtungen nützlich und können für beide Seiten emotional lohnend sein. Solche engen Bezie­hungen dienen auch dazu, Vertrauen und Respekt zu entwi­ckeln, die sich dann schnell weiter verbreiten können.

Manche Genera­tionen haben schon Großel­tern, die neben Teenagern arbeiten. Die poten­zi­ellen Heraus­for­de­rungen, die damit verbunden sind, sind ebenso zahlreich wie die Vorteile. Wenn Organi­sa­tionen fähig sind, proaktiv die Kommu­ni­ka­ti­ons­prä­fe­renzen jeder Genera­tion zu verstehen, sich auszu­tau­schen und zu disku­tieren, dann sind sie auch dafür ausge­rüstet, die Stärken ihrer gesamten Arbeit­neh­mer­schaft zu nutzen, um ihr Business voran­zu­bringen.

(Ursprüng­lich veröf­fent­licht im Training Magazine und in Nate Regier’s Blog – Five Strate­gies for Bridging The Commu­ni­ca­tion Gap Between Genera­tions)


Über Dr. Nate Regier
Dr. Nate Regier ist  Mitgründer,  Mitei­gen­tümer und CEO von Next Element, einer global tätigen Unter­neh­men­be­ra­tung, die sich darauf spezia­li­siert hat, in Organi­sa­tionen eine Kultur der Compas­sio­nate Accoun­ta­bi­lity zu schaffen. Als ehemals prakti­zie­render Psycho­loge, ist Regier Experte für sozial-emotio­nale Intel­li­genz und Führung, für positiven Konflikt, für Körper-Geist-Seele umfas­sende Gesund­heit, für Neuro­psy­cho­logie, Gruppen­dy­namik, zwischen­mensch­liche Kommu­ni­ka­tion und Führungs­kom­mu­ni­ka­tion, für Execu­tive Assess­ment und Coaching, Organi­sa­ti­ons­ent­wick­lung, Teambuil­ding und Verän­de­rungs­ma­nage­ment. Als inter­na­tional tätiger Berater ist Nate Regier, zerti­fi­zierter Leading Out of Drama® Master Trainer, Process Commu­ni­ca­tion Model® Certi­fying Master Trainer und Mitent­wickler des Next Elements Leading Out of Drama® Trainings und Coachings. Nate Regier hat zwei Bücher veröf­fent­licht: Beyond Drama und sein jüngstes Buch, Conflict without Casual­ties.

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