Jamaika? Ampel? Egal! Koali­tion braucht Compassion!

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Der magische Treib­stoff für Innova­tion – Compassion!

Wenn keiner die Macht hat – hilft Innovation

Politi­sche Koali­tionen sind ein “Ding” mit hohem Konflikt­po­ten­tial – man ist ja nicht ohne Grund politi­scher Gegner. Wenn dann auch noch 3 oder 4 Parteien mitein­ander verhan­deln und regieren (müssen), weil keiner allein “die Macht” hat, steigt das Drama-Risiko um ein Vielfaches.

“Konflikt ist die Kluft zwischen dem, was wir wollen, und dem, was wir bekommen…”

- DR. NATE REGIER -

Wer jetzt aus seinem Wahlpro­gramm eine Strich­liste macht – nach dem Schema: beim einen Thema die Lösung von mir, beim anderen die Lösung von dir, der hat gute Chancen auf eine “vergif­tete” Verhand­lungs- und Arbeits­at­mo­sphäre und eine frustrie­rende Ergeb­nis­liste. “Konflikte sind da, um zu kreieren!” – diese Erkenntnis die in der Indus­trie schon lange anerkannt ist und genutzt wird, gilt genauso für die Politik. Wirkliche Koali­tion kann ein Erfolg werden, wenn diskre­pante Themen nicht einfach “von der Liste gestri­chen” werden, sondern Basis sind, für die Erkun­dung neuer innova­tiver Ansätze.

Es geht nicht um das Wahlpro­gramm – es geht um das Ziel!

Koali­tion braucht Compas­sion! Compas­sion ist mehr als nur das bloße “Mitge­fühl”, mit dem es in Wörter­bü­chern i.d.R. übersetzt wird. Compas­sion verbindet die Fähig­keit “mitzu­fühlen” mit dem Wunsch zu unter­stützen, zu helfen, Lösungen zu finden.

Koali­tion mit Compassion …

  • … ist die Fähig­keit und die Bereit­schaft in die “Schuhe der/des Anderen zu treten” und Dinge aus einer anderen Perspek­tive zu betrachten.
  • … schließt ein Nachgeben “des lieben Frieden willens” aus.
  • … stellt eine neue, innova­tive und konsens­fä­hige Lösung – vor das eigene Wahlprogramm.
  • … berück­sich­tigt, dass jeder Koali­ti­ons­partner nur einen Bruch­teil der Bevöl­ke­rung vertritt und man deshalb auch nur einen Bruch­teil seiner Ideen umsetzen kann.
  • … stellt sich der Regie­rungs­ver­ant­wor­tung, auch wenn nicht alle eigenen Vorstel­lungen eine Chance auf Reali­sie­rung bekommen.
  • … schafft auch noch in 4 Jahren Lösungen für Themen die wir heute noch nicht kennen…

Das “compas­sio­nate Mindset” ist entschei­dend für eine erfolg­reiche Zusammenarbeit!
Koali­tionen in denen sich ein oder mehrere Partner auf der “Verlie­rer­seite” (Win-Lose) fühlen, haben nur eine geringe “Halbwerts­zeit”. Je mehr Win-Win Lösungen geschaffen werden, je ehrli­cher jeder Partner zu sich selbst und zu seiner Koali­ti­ons­part­nern ist, desto stabiler wird die Koali­tion und der Erfolg der Regie­rung. Und so wird aus einem “gegen­ein­ander kämpfen wegen” ein “mitein­ander kämpfen für”!

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“Du hast mir schlechte Gefühle gemacht!” – Die Jogging­hose der emotio­nalen Selbstbestimmung

Jogginghose vor Wordwolke mit Gefühlsausdrücken

Er ist noch da – der Mythos der fremd­be­stimmten Gefühle…

Die Lager­feld­sche Jogging­hose des Gefühls?

Ich zucke immer wieder verschreckt zusammen, wenn ich Fragen wie “was hat das mit Dir gemacht?”  oder Aussagen à la “Du hast mich ganz traurig gemacht …” oder “… das gibt Dir ein gutes Gefühl!” höre. Und jedes Mal fällt mir dann der legen­däre Ausspruch der Mode-Ikone Karl Lager­feld ein …

“Wer eine Jogging­hose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren”

Karl Lager­feld

Denn ich frage mich: was ist der Unter­schied zwischen der Lager­feld­schen Jogging­hose und der Annahme, dass etwas oder jemand meine Gefühle bestimmen kann?

Wenn etwas oder jemand etwas mit meinen Gefühlen “machen” kann, habe ich dann nicht die Selbst­be­stim­mung über meine Emotionen, meine Gefühle verloren?

Deine Gefühle gehören Dir – überlasse sie niemandem anderen!

Ich kann fröhlich oder traurig SEIN, aber niemand kann mich fröhlich oder traurig MACHEN. Jemand kann versu­chen mich aufzu­hei­tern oder zu betrüben – ob es funktio­niert und ich dann fröhlich oder traurig bin liegt bei mir!
Taibi Kahler hat das als die 4 Mythen beschrieben:

    • “Du kannst mir ein gutes Gefühl machen”
    • “Du kannst mir ein schlechtes Gefühl machen”
    • “ich kann Dir ein gutes Gefühl machen”
    • “ich kann Dir ein schlechtes Gefühl machen”

Alles beginnt mit meiner Einstel­lung zu mir

Die Einstel­lung zu uns selbst und zu anderen hat großen Einfluss darauf, wie wir auf Aussagen und Verhalten reagieren und fühlen werden.
Wenn ich mir selber sage, dass ich nur in Ordnung bin, wenn ich es anderen recht mache, dann werde ich zulassen, dass andere mir “mir ein gutes Gefühl machen” können. Wenn mich selber nicht OK finde, dann lade ich andere geradezu dazu ein mir “ein schlechtes Gefühl machen” zu dürfen. Im Zweifel gebe ich immer nach, nur um Frieden zu bewahren.
Wenn ich der festen Überzeu­gung bin, dass ich andere perfekt und stark machen kann, dann werde ich versu­chen Sie mit ungefragten Ratschlägen zu “retten”, in der Überzeu­gung, dass ich ihnen “ein gutes Gefühl machen” kann.
Wenn ich andere für verant­wor­tungslos und unenga­giert halte, dann werde ich versu­chen, sie dazu zu bringen, dass sie sich “schlecht fühlen”, um zu bekommen, was ich will.

Was ist Ihre Erfah­rung?
Welche Situa­tionen laden (Sie?) dazu ein, selbst den Mythos zu glauben, dass andere Sie dazu bringen können, sich schlecht zu fühlen?

Was können Sie heute ändern, um die Kontrolle über Ihre Gefühle und Ihr Verhalten zurückzugewinnen?

Konflikt-Verstärker! Wer solche Freunde hat braucht keine Feinde

Drama (Konflikt) Verstärker

… wie man mit “Freunden” Konflikt am Köcheln hält

Solange irgendwer ’nicht OK’ ist – haben wir Drama

Es ist echt ein Drama mit dem Drama. Seit Stephen Karpman vor mehr als 50 Jahren die “Spiel­re­geln” im Drama­dreieck entdeckte wissen wir, dass zu einem negativen Konflikt­sze­nario (Drama) mindesten eine Person gehört, die ’nicht OK’ ist. Entweder weil die*der Betref­fende sich selbst in der Opfer-Rolle als ’nicht OK’ sieht, oder weil ein “Verfolger” das “Opfer” als ’nicht OK’ empfindet, oder ein “Retter” der Überzeu­gung ist, dass das auser­ko­rene Opfer ’nicht OK’ ist, wenn es den Ratschlag/das Rettungs­an­gebot nicht annimmt. In jedem Fall ist aber sicher, dass das Drama “köchelt”, solange sich noch Betei­ligte in ihren Drama-Rollen ausleben.

Gleich-und-Gleich kriegen den Konflikt auch nicht gelöst!

Nach der Volks­weis­heit, dass “geteiltes Leid gleich halbes Leid” sei, könnte man vielleicht annehmen, dass sich auch das “nicht-OK Dasein” zu zweit leichter ertragen ließe. Weit gefehlt!
Wenn uns in unserem ‘Ich bin nicht OK’ Selbst­mit­leid eine weitere “Opfer-Rolle” zur Seite steht, dann hilft das bei der Konflikt­lö­sung nicht weiter. Anstatt aus dem Drama-Verhalten heraus zu treten, gibt es dann (sinnlo­ser­weise) 2 “Opfer”, die gemeinsam ihr Schicksal beklagen und sich gegen­seitig in ihrem Elend bestä­tigen und stärken.
Sollten wir gerade im “Verfolger-Modus” sein und es gesellt sich ein weiterer Verfolger dazu, dann bestärken wir 2 uns gegen­seitig in der Recht­mä­ßig­keit ihrer unguten Haltung und “hetzen” dann gemeinsam unsere “Du bist nicht OK” Opfer.
Und auch ungefragte Ratschläge – die gefäl­ligst zu befolgen sind(!) – werden “im Doppel­pack” nicht besser, sondern sind nur eine Recht­fer­ti­gung für unpro­duk­tives Drama-Verhalten aus der “Retter-Ecke”.

“Bitte zeigt mir, dass ich nichts wert bin!”

Eine beson­ders tücki­sche Spielart von “Konflikt-Verstär­kung” funktio­niert mit “Freunden” die ich in eine andere Rolle im Drama­dreieck einlade und die das Spiel dann auch noch mitspielen. Wenn ich mich also gerade in meinem “Ich bin nicht OK” Elend befinde und das auch nach außen trage, dann lade ich mein Umfeld ein, mir ins Drama­dreieck zu folgen. Kommt dann ein “Freund”, um mir in aller­bester Verfolger-Manier zu bestä­tigen, was für ein “Depp” ich doch bin, oder es kommt ein “freund­schaft­li­cher Retter”, der mich darin bestärkt, dass ich ohne fremde Hilfe “verloren” bin, dann zieht mich das nur noch tiefer in die Selbst­zweifel. Sollte ich aber gerade in “Retter-Laune” sein und das Bedürfnis haben mal wieder zu zeigen, was für ein unabkömm­li­cher Held ich doch bin, dann suche ich mir – in aller Freund­schaft – ein “Opfer”, dass sich leicht in die “Ich bin nicht OK” Haltung begibt. Was kümmert mich der Frust der anderen, wenn ich gut aussehe?

Finger weg von der heißen Herdplatte

Egal wie wir es drehen – der Schritt zum Verlassen der Drama-Rolle, und damit der erste Schritt zur Konflikt­lö­sung, wird nicht leichter, wenn wir (schein­bare) Freunde an unserer Seite haben, die unser kontra­pro­duk­tives Drama-Verhalten teilen, verstärken oder bestä­tigen. Der Schmerz beim Fassen auf die heiße Herdplatte ist dazu da die Hand schnell wieder weg zu ziehen und so sollten wir es auch mit erkenn­barem Drama halten!

 #Leadin­gOu­tOf­Drama

Seht mich nicht so bedau­ernd an – Allein­sein ist für mich ein Geschenk!

2+1 Teddys - zu Zweit und Alleinsein

… über die Nettig­keit einer unartigen Idee

Ob geschenktes “Allein­sein” nett oder unartig ist beurteilt der Beschenkte

“Was schenken wir Papa zu Geburtstag?” – “Wir lassen ihn allein und gehen aus!”

Bevor mich jetzt eine Welle der Empörung, des Mitge­fühls oder gar Mitleids überrollt, möchte ich klarstellen:  “Ich bin meinem Sohn sehr dankbar, dass er meine Bedürf­nisse so pragma­tisch auf den Punkt gebracht hat!“
Ja, richtig gelesen – was für viele mögli­cher­weise die unartige Idee eines puber­tie­renden Teenagers wäre, ist für mich eine super nette Geschenk­idee. Und ob ein Geschenk gefällt oder nicht gefällt, liegt immer noch im Auge des Beschenkten.

Allein­sein ist keine asoziale Marotte

Der Volks­mund weiß: “Der Mensch ist ein soziales Wesen!”. Spannend wird es bei der Frage: wie viele Menschen braucht ein Mensch um “sozial” zu sein? Brauche ich eine Gruppe um mich, oder reicht ein Mensch? Und sollten es immer die gleichen Gruppen und Menschen sein, oder wie häufig darf/sollte ich wechseln? Kann man “sozial” sein, auch wenn man gerne “allein” ist?
Der ameri­ka­ni­sche Psycho­loge Dr. Taibi Kahler hat bei seiner Entwick­lung des Process Commu­ni­ca­tion Model® (u.a. auch in Zusam­men­ar­beit mit der NASA) ermit­telt, dass die Mehrheit der Menschen Gruppen bevor­zugen, ein Drittel am liebsten nur mit höchs­tens 1–2 weiteren Personen zusammen sind, und jede*r Zehnte gerne alleine ist. Ich persön­lich bewege mich irgendwo in dem Feld zwischen dem Drittel und dem Zehntel.

Allein­sein ist nicht einsam sein

Das bedeutet aber nicht, dass 10% lieber allein auf einer einsamen Insel oder auf einer abgele­genen Alm in den Bergen leben möchten. Es bedeutet, dass Lebens­qua­lität in der Möglich­keit selbst­be­stimmten Rückzugs besteht.
Ich könnte kein Trainer und Berater sein wenn ich keine Menschen ertragen könnte. Und doch habe ich seit jeher mein Einzel­büro sehr geschätzt – Großraum­büros ohne Rückzugs­mög­lich­keit wären mein Horror. Ich vermeide es, mich längere Zeit in Gedränge zu bewegen – bin aber definitiv nicht klaus­tro­phob. Bei Konzerten werden Sie mich nicht im ‘Front of House’ vor der Bühne finden – ich habe einen (Sitz-)Platz am Rand. Ich sitze lieber mit ein oder zwei Freunden am Tresen im Eck, als mit Leuten ‘um die Häuser’ zu ziehen. Ich mag es allein im Café oder in der Kneipe zu sitzen, Menschen zu beobachten und meine Gedanken wandern zu lassen. Bei Feiern, Festen und Empfängen können Sie mich häufiger auch allein und abseits stehend sehen – manchmal gedan­ken­ver­loren, manchmal einfach nur beobach­tend.
Wenn Sie also demnächst das Gefühl haben einen “einsamen” Menschen zu sehen und Sie das Bedürfnis überfällt ihn/sie in Ihre Gruppe zu holen – fragen Sie sich erst:

Dieser Mensch steht dort allein – aber sieht er wirklich traurig dabei aus?

Mein Tipp: Sollte Ihre Antwort kein eindeu­tiges JA! sein, seien Sie behutsam mit Ihrem Angebot und nehmen Sie es nicht persön­lich, wenn Ihre Einla­dung abgelehnt wird.

Wenn Allein­sein ein Bedürfnis ist

Vermut­lich kennt jeder mal den Wunsch nach Allein­sein. Die Frage ist dabei – was ist der Zweck der hinter diesem Wunsch steckt? Ist es, weil Sie endlich mal Ruhe brauchen von der nervigen Familie? Oder weg von den frustrierten Kolle­ginnen und Kollegen, um einfach nur “runter zu kommen” und einfach nur “Ihr Ding” zu machen? Selbst­be­stimmt, weil Sie die anderen gerade nicht sehen mögen?
Oder ist es das ungestörte wandern lassen der Gedanken, die inneren Bilder? Und gibt Ihnen das mehr als eine Beruhi­gung der Nerven, sondern tankt Ihre Batte­rien wieder auf?
Sie sind sich nicht ganz sicher? Dann wählen Sie Ihre Antwort für folgendes Szenario:

Alleinsein an einem Bergsee mit Hütte und FernsichtStellen Sie sich vor Sie sind in den Bergen. Sie errei­chen eine einsame Hütte, davor eine bequeme Bank, unter­halb der Hütte ein kristall­klarer See und dahinter ein atembe­rau­bendes Bergpan­orama.
Wie lange könnten Sie es allein an dieser Hütte aushalten? 10 Minuten? 30 Minuten? 1 Stunde? 3 Stunden? 1 Tag? mehrere Tage? 1 Woche? …

Meine Antwort ist: mindes­tens 1 Woche! Nicht weil ich so gestresst bin, sondern weil ich spüre, wie das Allein­sein (engl. solitude) meine Batte­rien mit auflädt. Ähnlich verhält es sich bei mir auch bei den bereits genannten “größeren” Veran­stal­tungen – ein Moment des Rückzugs, des “inner­li­chen Allein­seins”, gibt mir die Energie um mich auch wieder “unters Volk zu mischen” und Spaß zu haben!

Es ist OK allein zu sein, wenn es einem gut tut!

 

—–

Meine Buchemp­feh­lungen zum Thema:
‘Quiet’  von Susan Cain (Deutscher Titel: ‘Still’)
Seeing People Through’ von Nate Regier

 

Guter Vorsatz ist nicht schwer – Opfer sein dagegen sehr

R. Habeck and M. Söder - Opfer der Kandidaten-Kür

Wie aus poten­ti­ellen Kanzler­kan­di­daten Drama-Opfer wurden … und zwei Wege damit umzugehen

Wieso Drama-Opfer?

Wäre es nicht das reale Leben – schöner könnte man es sich nicht ausdenken. Da küren zwei deutsche Volks­par­teien ihre Kanzlerkandidat*innen und das gemeine Volk bekommt eine extra Lektion aus dem Karpman’schen Drama-Dreieck vorge­führt.Drama Dreieck - Opfer, Verfolger, Retter
Robert Habeck (Grüne) und Markus Söder (CSU) sind mit gutem Vorsatz angetreten Kanzler­kan­didat ihrer Parteien zu werden und finden sich nun  ungewollt in der Opfer-Rolle des Verlie­rers  wieder – und um es mit Ken Blanchard auszudrücken

“Ein Problem besteht nur dann, wenn es einen Unter­schied zwischen dem gibt, was tatsäch­lich geschieht, und dem, was Sie sich wünschen, dass es geschieht.”

Offen­sicht­lich ist aller­dings auch, dass beide diese aufge­zwun­gene Drama-Rolle nicht annehmen – wo kämen wir denn dahin, wenn ich einräumen würde “Ich bin NICHT OK, Ihr seid OK”?

Woher kommst Du? wohin gehst Du?

So unter­schied­lich die 2 Kandi­daten sind, so unter­schied­lich verlief der Weg in die Opfer-Rolle und auch wieder hinaus.

Markus Söder hat das Drama-Spiel schon vor Wochen gestartet. Mit Verve hat er sich in die Retter-Rolle begeben – “Ich bin OK – ihr seid nur OK, wenn Ihr akzep­tiert, dass ich der Beste bin”.
Wer die Spiel­re­geln im Drama-Dreieck kennt, weiß, dass der Retter immer ein williges Opfer für seine Rettungs­ak­tion braucht. Blöd ist es, wenn sich kein Opfer findet bzw. das auser­ko­rene Opfer nicht bereit ist die Rolle zu spielen. Und so hat das Drama seinen Lauf genommen- aus dem Retter Söder wurde das Opfer Söder, ‘abgewatscht’ durch den ‘Verfolger’ in Gestalt des CDU-Vorstands. Aber da das Drama-Dreieck gerade so schön in Schwung war, hat Markus Söder den Spieß wieder umgedreht und hat sich seiner­seits in die Verfolger-Rolle begeben und stichelt seither und preist u.a. seine “Online-CSU-Mitglied­schaft” an, um wiederum die CDU in die Opfer-Rolle zu spielen.

Robert Habeck hat sich – zumin­dest sichtbar – bis zur Verkün­di­gung der Entschei­dung in der Kanzler­kan­di­datur, als eine Persön­lich­keit mit Compas­sion gezeigt. Wer die Bekannt­gabe der Entschei­dung gesehen hat, konnte erahnen, wie schwer es ihm gefallen war, nicht nominiert zu sein. Öffent­lich gemacht hat er seinen inneren Konflikt im Inter­view mit der ‘Zeit’. Und mit diesem Inter­view hat er auch gleich den ersten öffent­li­chen Schritt gemacht, sich nicht von der Dynamik des Drama-Dreiecks mitreißen zu lassen und bei einem Compas­sio­nate Mindset zu bleiben – Offenheit!

Raus aus dem Drama? – Geht das?

Person kicking Drama awayWer seine Energie in das Ausleben der eigenen bevor­zugten Drama-Rolle inves­tiert, lädt die poten­zi­ellen Mitspieler*innen dazu ein, ebenfalls in die eigene Drama-Rolle zu schlüpfen. Auf Dauer drückt das definitiv auf die Stimmung – führt zu einer Atmosphäre des Vermei­dens, der Selbst­zweifel, Abhän­gig­keit, Ableh­nung, Angst, Schuld­zu­wei­sung und ungesundem Konkur­renz­kampfs. So kann keine vernünf­tige Leistung entstehen.
Warum also nicht die vorhan­dene Energie positiv in Compas­sion, in Offen­heit, Lösungs­ori­en­tie­rung und Beharr­lich­keit inves­tieren? Alles beginnt mit Offen­heit. Und Offen­heit ist Entwaff­nung und nicht Schwäche. Lösungs­ori­en­tie­rung im zweiten Schritt heißt aufein­ander zuzugehen und gemeinsam voran­zu­gehen in der Sache. Beharr­lich­keit als dritter Schritt ist Commit­ment und Optimismus das gemein­same Ziel zu errei­chen.
Offen­heit, Lösungs­ori­en­tie­rung und Beharr­lich­keit sind drei wirksame Skills in heraus­for­dernden Kommunikationssituationen.

In diesem Sinne:  Was meinen Sie? Was ist ein guter Umgang mit Niederlagen?

#leadin­gou­tof­drama #conflict­wi­thout­ca­su­al­ties

 

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