Mentale Fitness – vom Buzzword zur Alltagskompetenz

Dieser Artikel ist erschienen auf der Platt­form ‘Computer&Automation 10/2021

Hör auf gegen die Welle zu kämpfen, surfe!

Lassen Sie sich nicht von vielstim­migen Teams oder schwie­rigen Kunden unter­kriegen. Inter­agieren Sie anders und nutzen Sie die Inter­ak­tionen, um neue Lösungen zu schaffen.

Was benötigt wird:

Die Perspek­tive wechseln:

Unter­schiede sind natür­lich. Vielfalt bedeutet neue Ideen, verhin­dert Stagna­tion und ist die Grund­lage des Fortschritts. Der Zweck von Konflikten ist es, aus dem, was da ist, etwas zu schaffen. Gehen Sie in den Erkun­dungs­modus, bleiben Sie neugierig und hören Sie zu. Unter­schiede können Impulse geben und eine überra­schende Geschwin­dig­keit für das Neue schaffen.

Suchen Sie nach den Zielen hinter den Positionen:

Die Positionen sind oft konträr und bergen ein hohes Risiko, in einem Win-Lose-Spiel zu enden. Die Erwar­tungen, die sich hinter den Konflikten verbergen, sind der motivie­rende Teil. Von dort aus kann sich das Kämpfen gegen in ein Kämpfen für verwan­deln. Engage­ment entsteht, wenn man seine Ziele mit einbe­zieht. Seien Sie compas­sio­nate und accoun­table, stellen Sie Verbin­dungen her und schaffen Sie einen verläss­li­chen Rahmen.

Verwenden Sie die Sprache der anderen Person:

Um mit einer anderen Person in Verbin­dung zu treten, ist die Art und Weise, wie Menschen etwas sagen, genauso wichtig wie das, was sie sagen! Indem man die Wahrneh­mungs­sprache der Menschen nutzt, wirkt man besser auf sie ein und deeska­liert die Stress­re­ak­tion. Mit dem Flow dessen, was im Raum ist, zu gehen, ist wie auf der Welle zu surfen!

Sind Sie neugierig, wie Sie in schwie­rigen Gesprä­chen auf der Welle surfen können?

Leading Out Of Drama® mit dem Konzept der compas­sio­nate accoun­ta­bi­lity,
Process Commu­ni­ca­tion Model® mit dem Konzept der agilen Kommu­ni­ka­tion und
Positive Intel­li­gence® mit dem Konzept der Präsenz und mentalen Stärke
sind erprobte Instru­mente für positive Konflikte und erfolg­reiche Kommunikation!

Clear, calm, laser-focused in a job interview

As career coach I am often confronted with the question of how you can be and stay your authentic and clear self in a job inter­view, be impactful in the middle of a poten­ti­ally stressful situa­tion, facing both chance and risk of denial.

You hold two keys to success in your hands!

Follow a clear-cut process to step up fully with your perso­na­lity and exper­tise and activate your mental strength to be be resilient under stress.

Key 1The process part is a path of explo­ra­tion, analysis and focus ahead of the inter­view. It’s about you, your passion and your USP for the market and the specific job in front of you. There are 3 leading questions:
What is your „I want …“, your values and goals?
What is your „I can …“ – your exper­tise and your success stories?
What is your „hitpoint and sweet spot …“ – your why this job and why this company?

This clarity gives you confi­dence and impact in how you step up and it makes you belie­vable having matching stories and successes to tell.

Key 2Your mental strength is to step up with clarity and calmness in the challen­ging context of a job inter­view and recover quickly when you are hijacked by stress

Does any of the follo­wing scenario and self-sabota­ging mindchatter sound familiar?
Before the inter­view: “I want this job so much. I am afraid I am blocked tomorrow and will forget what I want to say.” “If I lose, I will be in trouble. I need this job so much.“ „Am I good enough?” “What if they ask why I have left my old job. I am afraid my emotions come up again.”
During the inter­view: “This HR-execu­tive looks so puzzled. I seem to have given the wrong answer.” “I am so nervous, my voice trembles.” “Shit, I forgot an important info.” “I hear myself speaking and I don’t seem to come to the point.” “I am tense and not my usual self.”

If you are in that mindset of negative emotions you are in the stress part of your brain and have no access to your full poten­tial, your creati­vity, clarity and to calm laser-focused action.

What now!

I recom­mend highly effec­tive exercises to both activate your mental fitness muscle before the event and to recover quickly in case of stress hijacking during the event. These tools are from Positive Intel­li­gence by Shirzad Chamine.

  • Preempt your saboteurs:
    Antici­pate the inter­view and your possible self-sabota­ging reaction; Pause and breathe. Then imagine yourself reacting calm and clear and stepping up your best self.
    What is fasci­na­ting: our brain does not diffe­ren­tiate between real and imagined. When you imagine the positive process, the same neuro-circuitry pathway is activated as during a real success experience.
  • Activate your mental fitness muscle:
    This can be used before the situa­tion to gain energy and focus and in the stress situa­tion to quickly calm down and recover.
    What is fasci­na­ting: the little exercises, called PQ reps, only take 10 seconds each and they don’t need a quiet solitary place to practice. Do it in the middle of the hustle-bustle of life and if needed during a stress hijacking:
    The secret is to actively focus on your sensa­tions. By that you stop your mind jumping around and instead focus on one physical sense. You can feel the effect immedia­tely. If in that moment you were under a MRI you would also get the scien­tific proof that your stress center is quieted down and your sage creative part of the brain is activated.

Here are two of many varia­tions you can do

  • PQ rep using your sense of touch
    finger-printTouch one device (pen, paper, coffee cup, glass of water) in front of you and really feel the tempe­ra­ture, texture and sensa­tions on your finger tips. Maybe move your finger tips slowly so you can feel more sensations.
    Great Job!
  • PQ rep using breath
    breathingTake a couple of deep breaths. Now let your breath settle into its normal mode. Feel the rising and falling of your chest and stomach with each breath. Notice the tempe­ra­ture of air as it enters your nostrils and the tempe­ra­ture of air as it exits your nostrils.
    Great job!

If you do PQ reps regularly during the day, you can conti­nously build up your mental muscle.

 

Explore further possi­bi­li­ties with Mental Fitness – how to sustain­ably train and build up your mental strength, to be resilient facing any challenges and setbacks and recover quicker – for more click here

You have questions around impactful job inter­views and you want to learn more about a successful job shift:

Guter Vorsatz ist nicht schwer – Opfer sein dagegen sehr

R. Habeck and M. Söder - Opfer der Kandidaten-Kür

Wie aus poten­ti­ellen Kanzler­kan­di­daten Drama-Opfer wurden … und zwei Wege damit umzugehen

Wieso Drama-Opfer?

Wäre es nicht das reale Leben – schöner könnte man es sich nicht ausdenken. Da küren zwei deutsche Volks­par­teien ihre Kanzlerkandidat*innen und das gemeine Volk bekommt eine extra Lektion aus dem Karpman’schen Drama-Dreieck vorge­führt.Drama Dreieck - Opfer, Verfolger, Retter
Robert Habeck (Grüne) und Markus Söder (CSU) sind mit gutem Vorsatz angetreten Kanzler­kan­didat ihrer Parteien zu werden und finden sich nun  ungewollt in der Opfer-Rolle des Verlie­rers  wieder – und um es mit Ken Blanchard auszudrücken

“Ein Problem besteht nur dann, wenn es einen Unter­schied zwischen dem gibt, was tatsäch­lich geschieht, und dem, was Sie sich wünschen, dass es geschieht.”

Offen­sicht­lich ist aller­dings auch, dass beide diese aufge­zwun­gene Drama-Rolle nicht annehmen – wo kämen wir denn dahin, wenn ich einräumen würde “Ich bin NICHT OK, Ihr seid OK”?

Woher kommst Du? wohin gehst Du?

So unter­schied­lich die 2 Kandi­daten sind, so unter­schied­lich verlief der Weg in die Opfer-Rolle und auch wieder hinaus.

Markus Söder hat das Drama-Spiel schon vor Wochen gestartet. Mit Verve hat er sich in die Retter-Rolle begeben – “Ich bin OK – ihr seid nur OK, wenn Ihr akzep­tiert, dass ich der Beste bin”.
Wer die Spiel­re­geln im Drama-Dreieck kennt, weiß, dass der Retter immer ein williges Opfer für seine Rettungs­ak­tion braucht. Blöd ist es, wenn sich kein Opfer findet bzw. das auser­ko­rene Opfer nicht bereit ist die Rolle zu spielen. Und so hat das Drama seinen Lauf genommen- aus dem Retter Söder wurde das Opfer Söder, ‘abgewatscht’ durch den ‘Verfolger’ in Gestalt des CDU-Vorstands. Aber da das Drama-Dreieck gerade so schön in Schwung war, hat Markus Söder den Spieß wieder umgedreht und hat sich seiner­seits in die Verfolger-Rolle begeben und stichelt seither und preist u.a. seine “Online-CSU-Mitglied­schaft” an, um wiederum die CDU in die Opfer-Rolle zu spielen.

Robert Habeck hat sich – zumin­dest sichtbar – bis zur Verkün­di­gung der Entschei­dung in der Kanzler­kan­di­datur, als eine Persön­lich­keit mit Compas­sion gezeigt. Wer die Bekannt­gabe der Entschei­dung gesehen hat, konnte erahnen, wie schwer es ihm gefallen war, nicht nominiert zu sein. Öffent­lich gemacht hat er seinen inneren Konflikt im Inter­view mit der ‘Zeit’. Und mit diesem Inter­view hat er auch gleich den ersten öffent­li­chen Schritt gemacht, sich nicht von der Dynamik des Drama-Dreiecks mitreißen zu lassen und bei einem Compas­sio­nate Mindset zu bleiben – Offenheit!

Raus aus dem Drama? – Geht das?

Person kicking Drama awayWer seine Energie in das Ausleben der eigenen bevor­zugten Drama-Rolle inves­tiert, lädt die poten­zi­ellen Mitspieler*innen dazu ein, ebenfalls in die eigene Drama-Rolle zu schlüpfen. Auf Dauer drückt das definitiv auf die Stimmung – führt zu einer Atmosphäre des Vermei­dens, der Selbst­zweifel, Abhän­gig­keit, Ableh­nung, Angst, Schuld­zu­wei­sung und ungesundem Konkur­renz­kampfs. So kann keine vernünf­tige Leistung entstehen.
Warum also nicht die vorhan­dene Energie positiv in Compas­sion, in Offen­heit, Lösungs­ori­en­tie­rung und Beharr­lich­keit inves­tieren? Alles beginnt mit Offen­heit. Und Offen­heit ist Entwaff­nung und nicht Schwäche. Lösungs­ori­en­tie­rung im zweiten Schritt heißt aufein­ander zuzugehen und gemeinsam voran­zu­gehen in der Sache. Beharr­lich­keit als dritter Schritt ist Commit­ment und Optimismus das gemein­same Ziel zu errei­chen.
Offen­heit, Lösungs­ori­en­tie­rung und Beharr­lich­keit sind drei wirksame Skills in heraus­for­dernden Kommunikationssituationen.

In diesem Sinne:  Was meinen Sie? Was ist ein guter Umgang mit Niederlagen?

#leadin­gou­tof­drama #conflict­wi­t­hout­ca­su­al­ties

 

Why does negative drag us down more than positive uplifts us?

colorful Vortex

And why is it so critical for us to have a minimum ratio of 3 to 1 positive versus negative?

If you are above this ratio you are uplifted by a vortex of positi­vity and if you are below it you are feeling conti­nu­ally dragged down by a vortex of negati­vity. Thank you Shirzad Chamine for compi­ling relevant research on this 3 to 1 ratio in your book “Positive Intel­li­gence” and adding your own studies of the PQ vortex for describing this energetic phenomenon.

What has evolu­tion to do with it?

Basically, our brain spirals on the negative as well as on the positive. The reason why our brain boosts the negative and why you need 3 positives to counteract 1 negative is that due to evolu­tion our brain holds on to and ampli­fies the negative far more than the positive. Being aware and remem­be­ring details of dange­rous animals was much more important for our ances­tors than remem­be­ring a beautiful flower.

What can we do to be overall more uplifted than dragged down?

We cannot change our circum­s­tances. What we can do is be aware and consciously shift our perspec­tive and outlook on life. This has a signi­fi­cant impact on our perfor­mance and well-being. As a conse­quence we are more calm, focused and curious and less anxious, hectic and stressed.

Make this a habit:

The minimum of 3/1 ratio should be maintained both inside and outside your mind – in the form of thoughts in your head and also extern­ally keeping a 3/1 ratio of positive to negative inter­ac­tions in relati­onships that matter to you. So pay atten­tion to when you have negative thoughts or emotions inside your head. These are moments when your mind feels stress, anxiety, anger, disap­point­ment, stress, blame, guilt, shame, self-doubt, regret and so on. These moments might happen in reaction to yourself, to others or to circum­s­tances. Maybe you are beating yourself up for a recent failure, or you are blaming your partner or colle­ague for not acting the way you want. Or maybe you feel helpless and angry because of events you cannot influence. When you notice that, counter that by comman­ding your mind to come up with at least 3 positives. They don’t have to be big or compli­cated things.

Are you open for a little exercise to train it?

Aim to 3/1 ratio in your mind:

Close your eyes.

Let’s think positive using perspec­tive. Bring to mind something that has been bothe­ring you.

Let’s think at least of a couple of possible gifts. First: to have the situa­tion not bother you as much, what strength do you need to grow. Maybe it’s about being more empathetic towards yourself or the other? So bringing compas­sion to yourself could be one gift.

Be curious about what you have learnt. How could that help you handle an even bigger chall­enge. What chall­enge might that be? Create a learning could be a second gift.

Can you think about a third possible gift? What else is crossing your mind, that you are grateful for? There are often so many gifts here and now, if you really think about it.

… Open your eyes when you are ready.

And you can do the same in your surrounding

Aim for 3/1 ratio in relationships:

It takes 3 positive inter­ac­tions to neutra­lize 1 negative interactions.

Think about it when you meet people. Sometime a smile, a positive word, a personal question or even small acknow­ledgments change a lot!

I hope this article was interes­ting for you. If you are interested to learn more about mental fitness and how to train it, feel free to contact me:

And if you want to know your own PQ score: do the free assess­ment:  https://key4c.com/en/mental-fitness/#PQSCORE

The Author:

Dr. Uta Barbara Nachbaur an execu­tive and career coach and trainer, is specia­lized in leader­ship, mental fitness, commu­ni­ca­tion, conflict and inter­cul­tural navigation.

 

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Dr. Uta B. Nachbaur

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