Jamaika-Koalition? Hat eine Chance – mit Compassionate Accountability!

Das Volk hat gewählt und das Volk hat entschieden – das mag nicht jedem so passen, aber es ist nun mal Fakt. Keine der bisher „großen“ Parteien kann alleine regieren; die kleineren Parteien gehen gestärkt aus der Wahl. Manch einer mag jetzt schon Weimarer oder „italienische Verhältnisse“ – mit instabilen Regierungskonstellationen – befürchten. Nun ja – mit Parteien am rechten und linken Rand mit denen niemand (zumindest bisher) koalieren will und einer SPD, die nach den massiven Stimmenverlusten und den Erfahrungen der GroKoGroße Koalition aus CDU/CSU und SPD von 2013-2017 keine Lust mehr auf ‚Mitregieren‘ hat und lieber auf Oppositionsarbeit setzt, bleibt ja nur noch eine Möglichkeit: die Jamaika-Koalition!

Jamaika-Koalition ist gelebter Konflikt

Niemand hat gesagt, dass Koalitionsarbeit einfach ist. Waren es vormals i.d.R. 2 Koalitionäre (weil es zwischen CDU und CSU außer Posten kaum etwas zu verhandeln gab), so sitzen für Jamaika 4 Parteien am Tisch – denn das Schwarz steht diesmal für 2 Parteien, da sich selbst die „Schwarzen“ in ein paar Themen nicht „grün“ sind.

Es gilt 4 Parteiprogramme, 4 Wahlversprechen und mindestens 4 Wertesysteme miteinander abzustimmen – wenn man das nicht Konfliktpotential nennen kann – was dann?

„Ein Problem existiert nur, wenn es einen Unterschied zwischen dem gibt was gerade passiert und dem was man gerne möchte, dass es passiert.“

Ken BlanchardKenneth (Ken) H. Blanchard ist ein US-amerikanischer Unternehmer und Autor von Managementbüchern und wurde zusammen mit Paul Hersey als Entwickler des 'Situativen Führungsstils' bekannt.

… oder als Konfliktdefinition: „Konflikt ist der Unterschied zwischen dem was ich möchte/erwarte und dem was ich vorfinde/bekomme.“

Das Konfliktpotential ist hoch, wenn Menschen sich in Dinge einbringen, sich engagieren, sich sorgen und kümmern oder etwas wollen. So betrachtet ist Konflikt einfach nur Energie – weder gut noch schlecht. Wenn diese Energie verwendet wird um ‚miteinander zu kämpfen‘, können positive Dinge geschehen. Wenn sie benutzt wird um ‚gegeneinander zu kämpfen‘ sind negative Ergebnisse wahrscheinlich.
Koalitionsverhandlungen und Koalitionsleben sind Konflikt pur! Ja und?

Bei Managern abgucken ist erlaubt!

Dass ein positiver Umgang mit Konflikten Kreativität fördert und Innovationspotential hat – ein negativer Umgang dagegen Drama erzeugt – ist seit vielen Jahren anerkannter Lehrstoff in jeder Managerausbildung. Warum sollten sich also nicht auch Politiker in der Legislative dieses Wissens bedienen?
Konflikte können nur (positiv) gelöst werden, wenn alle Beteiligten mit „offenen Karten“ spielen und mit Neugierde und Stringenz aufeinander zugehen.

  • DAS will ich,  DARUM will ich das, DAS sind meine Werte
  • Ich akzeptiere die Tatsache, dass jemand eine andere Position hat und bin neugierig, will sie verstehen (ich muss sie ja dennoch nicht gut finden)
  • Ich will – zum Wohle aller – an einer guten Lösung mitarbeiten
  • Ich bin respektvoll, verlässlich und verantwortungsbewusst

Das versteht man unter Compassionate Accountability. Mag für einige ein „Kulturschock“ sein – funktioniert aber in der Praxis.

Koalitionen können nur Bestand haben, wenn gegenseitiges Vertrauen besteht. Wenn sich alle als verlässliche Partner in der Sache verstehen und handeln. Dabei ist die „Sache“ Deutschland … und nicht die Wähler der einzelnen Parteien. Eine Herausforderung! –  keine Frage.

Da sitzen nicht nur 4 sondern gleich 50 am Tisch

Warum solche Verhandlungen eine (neue) gemeinsame Kultur brauchen wird klar, wenn man sich die Struktur von Koalitionsverhandlungen vor Augen führt.
Am Verhandlungstisch sitzen nicht (nur) die, die bei erfolgreicher Einigung eine Chance auf einen Platz am Kabinettstisch haben und damit die zukünftige Regierungsarbeit mit bestimmen sollen, sondern auch weitere Parteivertreter aus Bund und Land die das Interessenspektrum repräsentieren sollen. Und so werden nicht nur 4 oder 12 Menschen miteinander verhandeln, sondern eher 50 und mehr. Und im Hintergrund sitzt die jeweilige Partei-Basis, die auch gehört werden will. Da gibt es wenig Chancen den Einzelnen „dort abzuholen wo er steht“, da müssen sich alle bewegen.

Umso mehr geht es um Compassionate Accountability. Wenn alle an den Inhalten und Versprechungen ihrer jeweiligen Wahlprogramme „kleben“ kann es keine gemeinsame Lösung, keine Jamaika-Koalition, geben. Dessen müssen sich alle – auch Wähler und Partei-Basis bewusst sein – es gibt nun mal keinen alleinigen Gewinner der Wahl.

Vorurteile, Vorabsprachen und geheime Deals sind kontraproduktiv

Die Begegnung der Koalitionäre „auf Augenhöhe“, mit einer ehrlichen „ich bin OK – Du bist OK“ Position, ist Voraussetzung für erfolgreiche Verhandlungen. Die Unterstellung oder Durchführung von Vorabsprachen, Vorurteile oder „Vorab-Deals“ zwischen Teilen der zukünftigen Partner sind kein Zeichen einer soliden Vertrauensbasis. Das gilt für Vorabsprachen Einzelner zu kritischen Themen, in der Annahme dann in den Koalitionsverhandlungen eine stärkere Position zu haben. Oder für Unterstellungen, dass bereits im Vorfeld über Ministerposten „gekungelt“ werden könnte. 
Konfliktpunkte müssen gemeinsam gelöst werden – Compassionate und Accountable. Und jeder Koalitionspartner hat das gleiche Gewicht, egal wie groß sein Stimmenanteil bei der Wahl war, denn jeder ist in einer Jamaika-Koalition „Zünglein an der Waage“. Wenn es nicht klappt, bleibt Stand heute15.10.2017 nur Minderheitsregierung oder Neuwahlen.

Wir dürfen gespannt sein!


Copyright – Frank Schöfisch, key!4c

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Die nächsten Termine

Bilanz und Aufbruch: 2016 wird mein Jahr!

„Schon wieder ein Jahr vorbei!“, „Es ist so viel passiert, vieles davon möchte ich nicht nochmals erleben, ich muss erstmal zur Ruhe kommen.“, „Wow, ein tolles Jahr, ich will mehr davon! Wie schaffe ich das?“ oder auch „Das Jahr war irgendwie ok, und doch: irgendwie will ich mehr vom Leben.“ 

Wo stehen Sie mit Ihren Wünschen und Plänen? Vielleicht wissen Sie ganz genau, was Sie ganz sicher nicht mehr wollen? Oder Sie sind hungrig danach, dass sich etwas in Ihrem Leben verändert, ohne so genau zu wissen, wohin es gehen soll? Oder Sie wissen es und zögern?

Der Jahreswechsel ist die Zeit für Ihre ganz persönliche Bilanz.

Nein, ich meine keinen Finanzjahresabschluss und auch  keine Abrechnung der unerfüllten Wünsche, der unerreichten Ziele oder der menschlichen Enttäuschungen! All das wissen wir nur zu gut, oft genug kreisen unsere Gedanken darum und wir vergessen die guten Momente.

Machen Sie mal eine Bilanz der anderen Art, die Bilanz der Glücksmomente, der Erfolge, der freudigen Begegnungen und der Tätigkeiten, wo Sie die Zeit vergessen haben.

Machen Sie es sich gemütlich, bei einem Kaffee, einem heißen Tee oder einem Glas Wein. Schalten Sie Ihre Lieblingsmusik ein. Dann fehlt nur noch ein kleines Buch und ein Stift, und es kann losgehen …

Mein Journal der Glücksmomente 2015:

pencil-918449_1920Wenn Sie Ihren inneren Kompass auf das einnorden, was Ihnen gut tut, gelingt, was Ihnen Freude macht und wofür Sie ein Händchen haben, verspreche ich Ihnen den einen oder anderen Aha-Moment:

„Stimmt, das habe ich ja ganz vergessen!“, „Oh ja, diese Menschen möchte ich bald wieder treffen!“, „Klar, das hat mir schon immer Spaß gemacht!“ Oder auch, „ich wusste gar nicht, dass ich das kann!“ …

Bei dieser Zeitreise kommen Sie an das, was Sie ausmacht, was an Positivem jetzt schon da ist, wie Samenkörner des Erfolgs und des Glücks. Denn wer sich selbst gut kennt, und das Glückhafte in seiner Umwelt wahrnimmt, erkennt das Ziel und findet den Weg. Wir haben alle einen inneren Kompass, wir müssen ihn nur wahrnehmen!

Das Journal ist der erste Schritt, damit Sie in 12 Monaten sagen: „2016 – das war mein Jahr!“ 

 

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Das Drama mit dem Drama

Wenn 2 große Schauspieler wie Mario Adorf und Til Schweiger übereinander kommunizieren, dann kommt nicht unbedingt „großes“ Theater dabei heraus – aber ein sehr deutliches Beispiel wie Kommunikation zu Konflikt und Drama führen kann.

Drama ... Holzhammer schlägt auf Ei

Was war passiert? Mario Adorf hat in seinem Interview, anlässlich seines 85. Geburtstags, mit der Stuttgarter Zeitung, das Engagement von Til Schweiger in der Flüchtlingsfrage wie folgt kommentiert:

„Dass ein prominenter Künstler den Flüchtlingen helfen will, finde ich großartig. Til Schweiger, unser erfolgreichster Schauspieler, Regisseur und Produzent, hat aber leider die unglückliche Gabe, sich mit seinem dünnhäutigen, motzigen Auftreten nicht beliebt zu machen. Statt eine Welle der Sympathie zu erzeugen, die sein Engagement verdient hätte, führt sein polemisierendes Temperament nur zu neuen Polarisierungen. Er ruft damit jene auf den Plan, die er eigentlich mundtot machen will.“

Til Schweiger reagierte mit einer Antwort auf seiner Facebook-Seite:

„Lieber Mario, was hab‘ ich Dir denn getan, dass du mir so einen mitgibst? Ich hab‘ Dir doch sogar ne‘ Rolle angeboten in „Knockin‘ on heavens door“- du hast sie zwar abgelehnt, aber egal, Rutger Hauer hat sie ja dann gespielt und zwar ziemlich geil. Ich hab‘ immer grossen Respekt vor Deinem Werk gehabt, aber das ist einfach Kokolores (wollte erst Bullshit schreiben, aber besann mich dann) was Du da sagst! Auch wenn das immer wieder geschrieben wird, ich habe NIE meine Fans „bepöbelt“, sondern nur die Leute, die jetzt endlich ne‘ Strafanzeige kassieren für ihre widerliche Hetze! Ich habe sie nicht auf den Plan gerufen – sie sind auf meine FB-Seite gekommen! Ich bin auch nicht da, um mich beliebt zu machen-das will ich auch nicht bei diesen Leuten. Ich bin da um zu helfen und das könntest du auch! Flüchtlingsheime brennen ja nicht erst seit gestern. Ich hab‘ schon eine Mega-Truppe zusammengetrommelt (leider sehr wenige Schauspieler dabei) und es würde mich freuen, wenn du bei uns mit machst! Wir können jeden Mann gebrauchen!! … „

Da Mario Adorf nach meinem Eindruck nicht gerade ein eifriger Facebooker zu sein scheint, bin ich gespannt, ob und wie er auf diesen Angriff reagieren wird.

Haben Sie die Konfliktpotentiale erkannt, die in den beiden Aussagen stecken?
Mario Adorf verwendet einen erfolgversprechenden Einstieg für negative Konflikte (Drama), indem er seine persönliche Sicht auf das Verhalten von Til Schweiger als allgemeingültige Tatsache formuliert. Eine solche Aussage fordert geradezu zum Gegenschlag heraus.

Til Schweiger lässt sich auf dieses Spiel ein, zeigt Antreiber und Distressverhalten und geht auf die persönliche Angriffsebene – plötzlich stehen der Vorwurf der Unfairnis und Undankbarkeit im Raum.
Beides Formulierungen, die Dr. Taibi Kahler der Entwickler des Process Communication Model® als einen von 4 Mythen beschreibt: „Ich kann Dir ein schlechtes Gefühl machen!“. Ja! Ein Mythos, denn für unsere Gefühle sind wir allein selbst verantwortlich!

Finden Sie mit dem  Process Communication Model® heraus, wie unsere Kommunikation und unser Stressverhalten miteinander zu tun haben und wie wir dieses Wissen für eine bessere Balance nutzen können.

Leading Out of Drama™ führt Sie zu einer modernen Methode, um unproduktive, energieraubende Konflikte in konstruktive, innovative Prozesse zu verwandeln. Vergeuden Sie Ihre Energie nicht im Konflikt – Nutzen Sie diese Kraft für Innovation und Leistung!

PCM
LOD

Auf den Themenmix kommt es an

key4c_falz-flyer_A3_quer_WEB_BDie aktuellen Themen und Ziele der Kunden entstehen aus ihrer Strategie, ihrer momentanen wirtschaftlichen und personellen Situation und ihrer Prioritätensetzung.
Häufig geht es um die Bereiche „Führung“, „Kommunikation“, „Gesundheit“ und „Veränderung“.
Unabhängig vom jeweiligen Fokus braucht die Lösung einen individuellen Themenmix.

  • Keine effektive Führung ohne achtsame und wirksame Kommunikation.
  • Nachhaltige Veränderung braucht gute Führung, weichtsichtig, achtsam und beständig.
  • Und Gesundheit braucht ein Umfeld und Aufgaben, die verstehbar, machbar und sinnvoll sind. Dann erlebt der einzelne Kohärenz und bleibt in Energie.

Trainings und Beratung, die nur einen Themenbereich umfassend behandeln, behandeln ihn „erschöpfend“ und erreichen nicht ihre volle Wirkkraft und Umsetzungsqualität.
key!4c denkt mit den Kunden weiter und bietet einen passgenauen Themenmix und praxisnahes Handwerkszeug.

Die Aufgabenwelt unserer Kunden ist komplexer als klassische Seminarkategorien.

Das Geheimnis hinter den guten Vorsätzen!

Hagebutte mit Neujahrs WünschenAus „ich sollte…“ wird „ich mache, weil …“

Zum Jahreswechsel ist es reger Brauch sich mit „guten“ Vorsätzen in das Neue Jahr aufzumachen. Nur allzuoft werden diese schon nach ein paar Wochen über Bord geworfen, manchmal auch schon nach wenigen Tagen. Und einige beschweren noch das ganze Jahr über als Ballast unser „schlechtes“ Gewissen.

Wenn Sie Ihren „guten“ Vorsätzen eine größere „Überlebenschance“ verschaffen möchten, hilft schon ein kleiner Trick: fügen Sie Ihrem Vorsatz das Wörtchen „weil“ hinzu. Kaum taucht dieses kleine Wort auf, beschäftigen Sie sich mit dem WARUM Ihres Vorsatzes.

WARUM wollen Sie weniger arbeiten? Mehr Erholung? Mehr Zeit mit der Familie? …

WARUM wollen Sie mehr Sport treiben? Gesünder sein? Mehr Kondition für die geliebten Urlaube? …

WARUM wollen Sie einige Kilos abnehmen? Gesünder leben? Attraktiveres Aussehen? Endlich wieder die schicken Klamotten tragen, oder, oder  …?

Nur die Vorsätze, die mit einem Bedürfnis oder Ziel verbunden sind, das Ihnen wirklich wichtig ist, haben eine Chance Wirklichkeit zu werden. Streichen Sie die Dinge, die schon lange auf Ihrer „ich sollte“-Liste stehen, für die Sie kein überzeugendes WARUM finden. Vielleicht sind es nicht Ihre eigenen, oder es sind Dinge, die derzeit bei Ihnen keine wirkliche Priorität haben. Entlasten Sie sich davon! Bei den anderen ersetzen Sie das „ich sollte …“ oder „ich will …“ durch „ich will, weil…“ oder „ich mache, weil …“.

Nur wer das „weil“, das „warum“ kennt und sich zu eigen macht, ist innerlich motiviert. Und wenn der „innere Motor“ läuft, haben wir Energie für die Umsetzung. Dann wird unsere Motivation zur „Motiv-Aktion“!

Wir wünschen Ihnen Freude beim Entdecken Ihrer Motive und Ihres inneren Motors und Freude beim Umsetzen Ihrer Ziele 2015!
Vielleicht gehen wir auch 2015 wieder einen Stück des Weges gemeinsam.
Vielen Dank für Ihr Vertrauen 2014. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ihnen im Neuen Jahr!
Ihr key!4c Team
Uta Barbara Nachbaur & Frank Schöfisch

 

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